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Impfungen und Gesundheit für Saudi-Arabien
Bei direkter Einreise aus Deutschland schreibt Saudi-Arabien in der Regel keine Impfungen vor. Für Hadsch und Umrah ist die Meningokokken-ACWY-Impfung Pflicht, mindestens zehn Tage vor Einreise. Empfohlen sind die Standardimpfungen und Hepatitis A. Schützen Sie sich an der Westküste vor Mücken (Dengue) und lassen Sie sich reisemedizinisch beraten.
| Pflicht bei Direkteinreise aus Deutschland | In der Regel keine |
|---|---|
| Pflicht bei Hadsch/Umrah | Meningokokken ACWY für alle ab 1 Jahr, mindestens 10 Tage vor Einreise |
| Gelbfieber | Nachweis nur bei Einreise aus Gelbfiebergebiet (ab 12 Monaten); Saudi-Arabien selbst ist kein Infektionsgebiet |
| Empfohlen | Standardimpfungen nach STIKO (v. a. Masern), Hepatitis A |
| Bei Langzeitaufenthalt/Exposition | Chikungunya, Dengue, Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut |
| Mückenübertragene Krankheiten | Dengue und Chikungunya an der Westküste inkl. Dschidda; geringes Malaria-Risiko in Asir |
| Versorgung | Gut in Riad, Dschidda und Mekka; für Ausländer vor allem Privatkliniken |
Welche Impfungen sind für Saudi-Arabien Pflicht?
Für Urlaubsreisende, die direkt aus Deutschland einreisen, sind laut Auswärtigem Amt in der Regel keine Impfungen vorgeschrieben. Eine Pflicht entsteht in zwei Fällen: bei Pilgerreisen und bei Einreise aus bestimmten Ländern.
- Hadsch und Umrah: Alle Reisenden ab einem Jahr müssen eine Meningokokken-ACWY-Impfung vorzeigen, die mindestens zehn Tage vor der Einreise gegeben wurde.
- Gelbfieber: Wer aus einem Gelbfiebergebiet einreist oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufgehalten hat, muss ab einem Alter von 12 Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
- Kinderlähmung (Polio): Reisende aus Polio-Endemiegebieten müssen eine Impfung nachweisen, die zwischen 12 Monaten und vier Wochen vor der Einreise gegeben wurde.
Impfvorschriften für Reisende aus bestimmten Ländern können sich kurzfristig ändern. Das Auswärtige Amt empfiehlt die Rücksprache mit der Botschaft des Königreichs Saudi-Arabien; spezifische Vorschriften für Pilgerreisen geben die saudischen Behörden und die WHO heraus (Stand 30.09.2026).
Welche Impfungen sind empfehlenswert?
Frischen Sie die Standardimpfungen nach dem Impfkalender der STIKO auf, besonders den Schutz gegen Masern. Als Reiseimpfung empfiehlt das Auswärtige Amt Hepatitis A. Bei langen Aufenthalten oder besonderer Exposition kommen Chikungunya, Dengue, Hepatitis B, Meningokokken ACWY und Tollwut hinzu.
Für Pilgerinnen und Pilger aus Deutschland empfiehlt das Amt bei Hadsch und Umrah zusätzlich mindestens eine Polio-Impfung mit inaktiviertem Impfstoff (IPV). Die Pflichten und Fristen für Pilger erklärt unsere Seite Gesundheit und Impfpflicht für Pilger.
Planen Sie den Termin bei einer reisemedizinischen Beratungsstelle früh ein, damit Fristen wie die zehn Tage bei der Meningokokken-Impfung sicher eingehalten werden. Ärztinnen und Ärzte mit reisemedizinischer Qualifikation finden Sie unter anderem über die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG).
Wie gefährlich sind Dengue, Chikungunya und Malaria?
Dengue kommt laut Auswärtigem Amt an der Westküste vor, auch in Dschidda, und betrifft zunehmend auch Reisende. Übertragen wird es von tagaktiven Aedes-Mücken. Typisch sind Fieber, Hautausschlag und starke Gliederschmerzen; schwere Verläufe sind bei Reisenden selten, bei Kindern aber möglich. Eine Impfung ist verfügbar, lassen Sie sich dazu beraten.
- Chikungunya: in Dschidda nachgewiesen, ebenfalls durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen; Gelenkschmerzen können lange anhalten.
- Malaria: ganzjährig geringes Risiko in der Provinz Asir; Mückenschutz in der Dämmerung und nachts.
- Weitere: Leishmaniose, Phlebotomus-Fieber, Filariose und Rifttalfieber kommen vor, sind bei Reisenden aber selten.
Wichtigster Schutz ist, Mückenstiche zu vermeiden: Mückenschutzmittel, lange helle Kleidung, Schlafräume mit Klimaanlage oder Netz.
Welche Gesundheitsrisiken gibt es sonst?
Häufigste Reiseerkrankung ist Durchfall. Trinken Sie laut Auswärtigem Amt nur Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser, und achten Sie auf Lebensmittelhygiene.
- MERS: Das Coronavirus verursacht seit 2012 vereinzelt schwere Atemwegserkrankungen auf der Arabischen Halbinsel; Kamele scheinen an der Übertragung beteiligt. Meiden Sie unnötigen Kontakt mit Kamelen.
- Brucellose: Nicht pasteurisierte Milchprodukte meiden.
- Bilharziose: In einigen Oasen, auch um Riad, kein Süßwasserkontakt.
- Luft: In Riad, Dschidda und Yanbu belasten zeitweise Feinstaub und Sand.
- Hitze: Im Sommer liegen die Tageshöchstwerte in Riad im Mittel über 40 °C (siehe Beste Reisezeit und Klima). Trinken Sie ausreichend und meiden Sie die Mittagssonne.
Wie gut ist die medizinische Versorgung?
In Riad, Dschidda und Mekka ist die Versorgung laut Auswärtigem Amt gut, in anderen Landesteilen auch in größeren Städten nicht immer verlässlich. Ausländer haben in der Regel nur zu privaten Einrichtungen freien Zugang; staatliche Einrichtungen stehen vor allem für echte Notfälle und die Erstbehandlung offen.
Schließen Sie eine Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rücktransport ab, zusätzlich zur Versicherung aus dem Visumantrag. Nehmen Sie eine Reiseapotheke mit, schützen Sie sie vor Hitze, und prüfen Sie vorab, ob Ihre Medikamente eine Genehmigung der Arzneimittelbehörde SFDA brauchen (siehe Einreise).
Notrufnummern laut österreichischem Außenministerium: Rettung 997, Polizei 999, Feuerwehr 998.
Pilgerreise geplant? Dort gelten eigene Pflichten und Fristen.
Gesundheit und Impfpflicht für Hadsch und UmrahHäufige Fragen
Brauche ich für einen Urlaub in Saudi-Arabien eine Impfung?
Vorgeschrieben ist bei Direkteinreise aus Deutschland in der Regel keine. Empfohlen sind Standardimpfungen und Hepatitis A.
Ist die Meningokokken-Impfung auch für Touristen Pflicht?
Pflicht ist sie für Hadsch und Umrah. Für andere Reisende wird sie laut Auswärtigem Amt bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition empfohlen.
Kann ich Leitungswasser trinken?
Das Auswärtige Amt rät davon ab. Trinken Sie Wasser sicheren Ursprungs, etwa aus Flaschen.
Gibt es Malaria in Saudi-Arabien?
Ein geringes, ganzjähriges Risiko besteht in der Provinz Asir. Schützen Sie sich dort vor Mückenstichen.
Quellen und Prüfstand
- BehördeAuswärtiges Amt: Saudi-Arabien – Reise- und Sicherheitshinweise, Abschnitt Gesundheit, Stand 30.09.2026, abgerufen am 30.09.2026
- BehördeÖsterreichisches Außenministerium (BMEIA): Reiseinformation Saudi-Arabien (Notrufnummern, Gesundheit), Stand 30.09.2026, abgerufen am 30.09.2026
- Internationale OrganisationWMO World Weather Information Service: Riad (Daten des saudischen National Center for Meteorology), abgerufen am 30.09.2026
- Zuletzt geprüft
- (redaktionell; keine ärztliche Fachprüfung)
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